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Dieses Thema hat 39 Antworten
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Kaufmann Offline

Full Member

Beiträge: 27

20.06.2010 11:24
Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Hallo zusammen,

ich habe im August des letzten Jahres eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten angefangen. Leider gab es Anfang Dezember eine Meinungsverschiedenheit mit einem Mitarbeiter, bei der mein Ausbilder jedoch nicht anwesend war. Was folgte war die fristlose
Kündigung, die sich jedoch als unwirksam erwies. Ich bin jetzt bis 31.07.2010 von meiner Arbeitsleistung freigestellt und werde
bis dahin auch noch von meinem Ausbilder bezahlt.

Am 01.08.2010 fange ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel bei einem weltweit tätigen Handelsunternehmen an.
Ich kann nur jedem raten, die Finger vom Beruf des Steuerfachangestellten zu lassen. Dieser Beruf ist einfach zum Ko..en!!!

Becky Offline

Full Member

Beiträge: 48

21.06.2010 05:37
#2 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Hi!

Also ich kann ja verstehen, dass du nicht gut auf deinen Ausbildungsbetrieb zu sprechen bist, aber das hat doch ganz und gar nichts mit dem Beruf an sich zu tun! Du bringst auch nciht ein Argument gegen den Beruf vor, sondern nur gegen deinen Betrieb.

Ich persönlich finde den Beruf ganz toll, obwohl ich auch schon Pech mit meinen Ausbiludngsbetrieben hatte. Deshalb bin ich jetzt im 2. Ausbildungsjahr im 3. Betrieb. Aber das macht mir nichts, der Beruf ist toll und im richtigen Büro machts sogar echt viel Spaß.

Kaufmann Offline

Full Member

Beiträge: 27

21.06.2010 06:36
#3 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Du bittest um Argumente, die gegen eine Ausbildung als Steuerfachangestellter sprechen?
Bitte schön, hier sind sie:

1. Die Bezahlung ist lächerlich und die Anforderungen sind hoch. Das grenzt schon an Ausbeutung.
2. Es gibt keinen Betriebsrat, keine Gewerkschaften und keine Tarifverträge.
3. Es dauert Lichtjahre, bis man endlich angemessen verdient, wobei man die Fortbildungen (z. B. Bilanzbuchhalter) auch noch selbst
bezahlen muss.
4. Der Beruf ist insgesamt monoton, trocken und langweilig (ist meine subjektive Meinung).

Noch Fragen?
Wenns dir Freude bereitet und du dich gerne versklaven lässt (was ja anscheinend zutrifft), wünsche ich dir noch viel Spaß in deiner Ausbildung.

Wir waren 27 Personen in der Berufsschulklasse. Aus Gesprächen mit meinen Klassenkameraden weiß ich, dass nur eine Steuerberaterin werden will.
Die anderen wollten Bank-, Büro-, Industrie- oder Groß- und Außenhandelskaufmann werden und haben die Ausbildung zum Steuerfachangestellten unfreiwillig begonnen, weil sie in den oben genannten Berufen trotz guter Noten leider keine Ausbildungsstelle bekommen haben.

Ich werde mich im Juli persönlich von der Klasse verabschieden und ihr mitteilen, dass ich am 01.08.2010 eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel anfange. Glaub mir, der Großteil der Klasse möchte liebend gerne mit mir tauschen und einige werden mit Sicherheit auch etwas neidisch auf mich sein...

Mein Fazit: Steuerfachangestellter: EINMAL UND NIE WIEDER (siehe oben)!!!

Becky Offline

Full Member

Beiträge: 48

22.06.2010 07:51
#4 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

1. Kommt drauf an mit was du die Bezahlung vergleichst. Sicher gibt es Berufe, in denen man einiges mehr verdient, aber eben auch viele, in denen es schechter ist. Z.T. trotz Tarifvertrag. Wenn du z.B. mal nen angestellten Arzt abrechnest, der wohl mit seinem Studium ne weit höhere und teurere Ausbildung genossen hat, bekommst du auch das Grausen. Ist nicht unbedingt mehr als ne "Tipse" irgendwo bekommt.
Außerdem kommt es ein bisschen auf deine Verhandlungstaktik und den Betrieb an. Das Gehalt kann ganz schön variieren. Da ich wohl im Januar fertig bin, interessiert mich das Thema momentan ganz besonders und ich habe bis jetzt von Einstiegsgehältern hier in der Gegend mit einer Spanne von 1300€ bis 2100€ gehört. Ist schon ziemlich heftig und ich denke die Spanne bleibt auch, wenn man mehr Berufserfahrung hat.

2. Es spricht nix dagegen, dass es einen Betriebsrat gibt. Den Kram müsstest du doch auch in AWL gehabt haben. Du brauchst mindestenst 5 ständige Arbeitnehmer. Zeigen die Initiative und wollen nen Betriebsrat, kann dieser gebildet werden. Und mal ehrlich, wenn man nur zu 3. oder so im Büro ist, wozu sollte man sowas wie nen Betriebsrat brauchen?
Gewerkschaft und Tarifvertrag mögen ja ganz nett sein, aber so viel tun die nun auch wieder nicht.

3. Was verstehst du unter angemessener Bezahlung? Wie oben schon beschrieben, kommt immer drauf an wo man landet und wie gut man verhandelt. Auch die Ausbildung zum BiBu ist da so ne Sache. Gibt durchaus acuh die Möglichkeit, dass sich dein Arbeitgeber an den Kosten beteiligt. Hab letztens noch sowas gelesen. Du machst mit dem Arbeitgeber nen Vetrag, er übernimmt die Kosten der Ausbildung oder auch nur einen Teil und dafür bindest du dich dann für soundso lange an den Arbeitgeber. Ich glaub nicht, dass das in anderen Berufen anders ist. Wär ja jeder Arbeitgeber schön blöd, wenn er ne Ausbildung finanziert und danach ist der Angestellte weg.

Nach der Ausbildung zum Steuerfachangestellten hindert dich auch niemand daran außerhalb eines Steuerbüros zu arbeiten. Mit der Ausbildung kann man sich auf eigentlich alle kaufmännischen Berufe bewerben und ist da gut für ausgebildet. Eben weil du schon in der Ausbildung sehr hohe Anforderungen gestellt bekommst. Man wird wohl z.T. mit Kusshand genommen. Grade in großen Betrieben nehmen die doch lieber nen Steuerfachangestellten für die Buchhaltung als nen anderen Kaufmann.

4. Kommt völlig auf dein Aufgabenfeld an. Wer nur stumpf irgendwelche einfachen Buchungen machen muss, der hat sicher nen monotonen und langweiligen Job. Aber gibt auch viele Buchhaltungen, bei denen man richtig seinen Kopf anstrengen muss, weil man auf kompliziertere Sachverhalte trifft oder man macht Löhne etc. Aufgelockert wird das ganze dann noch durch Mandantngespräche und Steuererklärungen, Jahresabschlüsse etc.
Ich glaube nicht, dass es als Groß- und Außenhandelskaufmann unbedingt interessanter ist. Letztlich hat man da auch immer weider die gleichen 5 Aufgaben.

Versklaven lasse ich mich ganz sicher nicht, ich hab da schon sehr genaue Vorstellungen, was ich will. Klar verdient man in der Ausbildung nicht viel, aber zum Leben gibts noch BAB und für danach wird sich schon was finden.

Wir sind 14 Leute in der Klasse und auch da gibt es welche (ich glaub so 3), die wollen später was anderes machen. Aber dann auch meist was völlig anderes wie z.B. Grundschullehrerin oder so. Der Rest findet den Job echt in Ordnung und wird den auch nach der Ausbildung machen. Teilweise ist da auch der Steuerberater geplant.
Sicher, zu Anfang hatten wir auch eine dabei, die lieber Frisörin geworden wäre, aber die ist dann auch in der Probezeit gegangen (worden) und hatte entsprechend nur 5er.

Unser REWE-Lehrer erzählt uns immer von seinem BiBu-Kurs, den er nebenbei gibt. Als Steuerfachangestellter hast du da zwar auch zu lernen, aber es ist wohl nur halb so schwer wie für andere Kaufleute. Die Steuerfachangestellten bekommen wohl die beste Ausbildung schon vorher mit auf den Weg. Ist eben auch mit ein Grund, warum du dich auf alle kaufmännischen Stellen gut bewerben kannst und gerne genommen wirst. Man ist einfach total flexibel, das finde ich einfach klasse.

So, das nur, damit nicht Ausbildungsanfänger direkt nur so schlechte Dinge vom Beruf hören.

CoXY Offline

Newbie

Beiträge: 1

22.06.2010 08:12
#5 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

@Becky
Applaus!!!
Ich unterstreiche jedes Wort und kann nur voll und ganz zustimmen.

Sintrella Offline

Junior Member

Beiträge: 19

22.06.2010 21:02
#6 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Auch ich kann Becky nur zustimmen....
Der Beruf ist vielseitig und man hat die Möglichkeit damit später viel zu machen... und das eben auch in verschiedenen Bereichen!

LG
Sintrella

Wirklich reich ist, wer mehr Träume in der Seele hat, als die Realität zerstören kann!

Kaufmann Offline

Full Member

Beiträge: 27

24.06.2010 10:53
#7 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Gewerkschaften tun nicht viel? Im Kündigungsfall tun sie das schon. Weil es bei Steuerberatern keine Gewerkschaften gibt, musste ich ohne Rechtsanwalt gegen meinen Ausbilder vors Arbeitsgericht ziehen, um eine finanzielle Entschädigung zu erhalten. Vor der Steuerberaterkammer war natürlich keine Einigung möglich (wie denn auch, vertreten diese doch auch nur die Interessen ihrer geschätzten Berufskollegen). In der freien Wirtschaft hätte ich die notwendige Unterstützung seitens der Gewerkschaft bekommen. Zum Thema angemessene Bezahlung: 1.500 Euro brutto sind in meinen Augen keine akzeptable Entlohnung für einen derart anspruchsvollen Beruf. Auf "Lohnfeilscherei" lässt sich in Zeiten von "Lohndumping" auch kein Arbeitgeber mehr ein (und erst recht kein Steuerberater). Du kannst es ja mal versuchen. Dann wird er dir sagen, dass du gerne gehen kannst. Bei der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland stehen mindestens 10 andere Leute vor der Tür, die es für noch weniger Geld machen, um überhaupt Arbeit zu haben.

Dein Argument, dass "Steuerfachangestellte mit Kusshand genommen werden" ist auch so eine beliebte Floskel von Menschen, die diesen Beruf ausüben. Mal eine Frage an dich: Warum soll ich einen Steuerfachangestellten für die Buchhaltung einstellen, wenn ein Kaufmann seine Sache gut macht? Steuerrecht kann sich ein Kaufmann auch durch Fortbildungen aneignen. Dann bezahle ich den Kaufmann besser (was ein Steuerberater mit seinen Angestellten garantiert nicht macht) und kann auf den Steuerfachangestellten getrost verzichten!

Selbst zahlreiche Steuerfachangestellte haben mir bestätigt, dass ein kaufmännischer Beruf interessanter ist. Von daher erübrigt sich die Diskussion, welcher Beruf abwechslungsreicher ist.

Traurig genug, dass deine Ausbildungsvergütung so gering ist, dass du zusätzlich BAB beziehst. Daran sieht man einmal mehr, dass Steuerberater ihre Auszubildenden bzw. Angestellten wie den letzten Dreck behandeln. Ich will dir keine Angst machen, aber vielleicht verdienst du als ausgelernter Steuerfachangestellter noch weniger als ein ALG 2-Empfänger. Wundern würde es mich bei diesen Kapitalisten jedenfalls nicht...

Wenn dein REWE-Lehrer behauptet, dass du dich als Steuerfachangestellter auf alle kaufmännischen Stellen bewerben kannst, ist das Unsinn. Du kannst ja mal versuchen, in die Auslandsabteilung eines Handelsunternehmens hineinzukommen. Das wird mit Sicherheit nicht funktionieren.

Aber was reden Lehrer nicht alles für einen Quatsch, um jungen Menschen diesen üblen Beruf schmackhaft zu machen.

Schade nur, dass viele Leute (Becky, CoXY, Sintrella) diesen Müll auch noch für bare Münze nehmen...

Becky Offline

Full Member

Beiträge: 48

25.06.2010 08:38
#8 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Naja, ich bin mittlerweile 28 Jahre alt und hab durchaus schon einige Lebenserfahrung. Bei weitem mehr als ein grünschnäbliger Schulabgänger, der noch nicht so recht weiß, wie es in der Welt da draußen aussieht.

Zitat
Gewerkschaften tun nicht viel? Im Kündigungsfall tun sie das schon. Weil es bei Steuerberatern keine Gewerkschaften gibt, musste ich ohne Rechtsanwalt gegen meinen Ausbilder vors Arbeitsgericht ziehen, um eine finanzielle Entschädigung zu erhalten.


Dir hat niemand gesagt, dass du Prozesskostenbeihilfe oder wie das heißt bekommen kannst? Bei solcherlei Sachen zahlst du nämlich nix für nen Anwalt, wenn du kein Geld hast. Du suchst dir nen Anwalt und füllst nen Antrag aus und schon stehst du nicht mehr alleine da. Ganz ohne Gewerkschaft und Zuzahlung.
Mir persönlich hat die Steuerberaterkammer übrigens ganz toll geholfen, als ich Probleme mit meinem Ex-Ausbildungsbetrieb hatte und die mich nicht gehen lassen wollten. Sehr nett und kompetent in MEINEM Sinne, nicht in dem des Arbeitgebers. Kommt vielleicht auf die Kammer an, die für dich zuständig ist?

Zitat
Zum Thema angemessene Bezahlung: 1.500 Euro brutto sind in meinen Augen keine akzeptable Entlohnung für einen derart anspruchsvollen Beruf. Auf "Lohnfeilscherei" lässt sich in Zeiten von "Lohndumping" auch kein Arbeitgeber mehr ein (und erst recht kein Steuerberater). Du kannst es ja mal versuchen. Dann wird er dir sagen, dass du gerne gehen kannst. Bei der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland stehen mindestens 10 andere Leute vor der Tür, die es für noch weniger Geld machen, um überhaupt Arbeit zu haben.


Für 1500€ brutto würde ich persönlich auch nicht arbeiten gehen. Zumindest nicht meine 40 Stunden. Muss ich höchstwahrscheinlich auch nicht, denn ich bin gut in dem, was ich tue. Bringt man entsprechende Leistung, wird man nicht so sehr die Probleme haben auch eine höhere Bezahlung zu bekommen.
Und was Arbeitslosigkeit angeht mache ich mir keine Illusionen. Die gibt es nun wirklich in sämtlichen Berufen. Gerade auch im kaufmännischen Bereich.

Zitat
Warum soll ich einen Steuerfachangestellten für die Buchhaltung einstellen, wenn ein Kaufmann seine Sache gut macht? Steuerrecht kann sich ein Kaufmann auch durch Fortbildungen aneignen. Dann bezahle ich den Kaufmann besser (was ein Steuerberater mit seinen Angestellten garantiert nicht macht) und kann auf den Steuerfachangestellten getrost verzichten!


Ganz einfach: dem Steuerfachangestellten muss ich nicht noch vorher die Fortbildung finanzieren. Er ist von vorne herein besser ausgebildet.
Es geht auch nicht darum einem bereits angestellten Kaufmann den Job wegzunehmen. Sondern einfach darum, dass sich 2 Leute auf ein und dieselbe ausgeschriebene Stelle bewerben. Da wär ich als Arbeitgeber richtig blöd, wenn ich nicht den besser dafür ausgebildeten Bewerber (hier Steuerfachangestellten) nehmen würde. Warum du in dem Fall den Kaufmann besser bezahlen wollen würdest, verstehe ich nicht.

Zitat
Traurig genug, dass deine Ausbildungsvergütung so gering ist, dass du zusätzlich BAB beziehst. Daran sieht man einmal mehr, dass Steuerberater ihre Auszubildenden bzw. Angestellten wie den letzten Dreck behandeln. Ich will dir keine Angst machen, aber vielleicht verdienst du als ausgelernter Steuerfachangestellter noch weniger als ein ALG 2-Empfänger. Wundern würde es mich bei diesen Kapitalisten jedenfalls nicht...


Hm, ich wohne auch nicht mehr bei Mami und stell da die Füße unter den gedeckten Tisch. Mein Bedarf, den ich laut BAB-Amt monatlich habe (Pauschale für Miete, Essen etc und Fahrtkosten zur Arbeit) liegt bei knapp über 700€. Damit bin ich letztlich noch schlechter gestellt als jemand mit ALG 2, denn der bekommt die ganze Miete bezahlt und nicht nur 165€ als Pauschale, mit der man zumindest hier keine Wohnung finanzieren kann. Mein Bedarf wäre noch höher, würde ich noch weiter weg vom Ausbildungsbetrieb wohnen.
Ich glaube dir nie und nimmer, dass du als Kaufmann 700€ netto an Ausbildungsvergütung bekommst. Wenn doch, widerspricht das sämtlichen Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe bzw. dem, was ich gehört habe über Ausbildungsvergütungen auch im kaufmännischen Bereich.
Wenn ich mir die Azubis anschaue, die ich z.T. im Büro abrechne, verdiene ich sogar garnicht mal so übel, obwohl es da auch Tarifverträge gibt. Werden also alle wie der letzte Dreck behandelt....?

Zitat
Wenn dein REWE-Lehrer behauptet, dass du dich als Steuerfachangestellter auf alle kaufmännischen Stellen bewerben kannst, ist das Unsinn. Du kannst ja mal versuchen, in die Auslandsabteilung eines Handelsunternehmens hineinzukommen. Das wird mit Sicherheit nicht funktionieren.


Ich habe nie behauptet, dass mein Lehrer gesagt hat, dass man sich auf alle Stellen bewerben kann. Das hab ich getan. Wenn ich gut Englisch sprechen kann und mir auch Wirtschaftsenglisch angeeignet habe, spricht meiner Meinung auch nichts dagegen mich in einer Auslandsabteilung eines Handelsunternehmens zu bewerben.
Englisch lerne ich nicht in der Aubildung, aber jemand, der seine Ausbildung in der Auslandsabteilung macht, wird auch nicht ohne vorherige gute Englischkenntnisse die Ausbildung bekommen.

Sei doch nicht so verbittert und extrem abwertend auch uns gegenüber. Du hast schlechte Erfahrungen gemacht und das versteht ja auch jeder, aber deshalb muss es ja lange nicht jedem so ergehen.

Ich persönlich würde mich als Bürokauffrau oder sowas wahrscheinlich unterfordert fühlen. Die Ausbildung jetzt fällt mir schon ziemlich leicht und ich brauche zwischendurch die Herausforderung. Ein weniger anspruchsvoller Job wär mir ein graus.

Kaufmann Offline

Full Member

Beiträge: 27

25.06.2010 12:58
#9 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Was die Lebenserfahrung angeht, muss ich dir zustimmen: Ich persönliche halte von einem 28-jährigen Auszubildenden auch mehr als von 18-jährigen Schulabgängern. In diesem Fall sind wir also einer Meinung.

Prozesskostenhilfe wurde mir angeboten, aber gleichzeitig hat man mir gesagt, dass ich sie später zurückzahlen muss. Daraufhin habe ich den Rechtsstreit gegen meinen Ausbilder auf eigene Faust durchgezogen und auch einen sehr guten Vergleich mit dem Anwalt meines Ausbilders geschlossen. Mein Ausbilder ist zum Gütetermin nicht erschienen. Es war auch besser so. Wer weiß, was er dann noch für Märchen erzählt hätte. Von der Steuerberaterkammer in Münster bin ich ziemlich enttäuscht. Mir wurde seitens des Arbeitgebervertreters (ein äußerst arroganter Steuerberater aus Soest) der Vorschlag gemacht, dass ich bis zum 31.03.2010 unter Freistellung meiner Arbeitskraft von meinem Ausbilder bezahlt werde und mir ein wohlwollendes Zeugnis (bei einer fristlosen Kündigung???) ausgestellt wird, mit dem ich mich dann weiter bewerben soll. Diesen mehr als faulen Kompromiss habe ich dankend abgelehnt.

Weitere schwachsinnige Kommentare dieses eingebildeten Herrn:

1. "Es kommt im Gütetermin vor dem Arbeitsgericht eh zu keiner Einigung zwischen Ihnen und Ihrem Ausbilder. Dann hängen sie voll in der Arbeitsgerichtsbarkeit und Sie können bis Oktober warten, bis Sie einen Termin für einen Kammertermin kriegen."

Blödsinn! Fakt ist, dass es im Gütetermin zu einer Einigung kam. Ich werde jetzt sogar bis Ende Juli bezahlt und habe somit noch vier Monate mehr herausgeschlagen (knapp 1.900 €).

2. "Ich würde keinen Auszubildenden einstellen, der gegen seinen vorherigen Ausbilder vor Gericht gezogen ist."

Totaler Humbug! Wenn dem so wäre, warum habe ich dann den Ausbildungsplatz in dem Handelunternehmen bekommen???

3. "Es wird keinen Richter geben, der sich auf Ihren Vergleichsvorschlag einlässt. Wenn dem so ist, habe ich zu 99,9 % meinen Beruf verfehlt."

Mumpitz hoch drei! Ein Richter entscheidet nicht, ob ein Vergleich für beide Seiten gerecht ist. Das müssen die Parteien untereinander vereinbaren. Jeder Richter ist froh, wenn (wie in meinem Fall) ein Vergleich geschlossen wird. Das erspart den Gerichten lang andauernde Prozesse und entlastet die Justiz.

In meinen Augen hat dieser hochnäsige Kerl nicht mehr alle Tassen im Schrank und definitiv seinen Beruf verfehlt!

Das war aber nur die Spitze des Eisbergs. Wenn es dich interessiert, kann ich dir noch mehr Unverschämtheiten schildern, die sich an diesem 01.03.2010 während der 90-minütigen Schlichtung abgespielt haben. Ich bin sehr traurig und wütend darüber, wie ich von meinem Ausbilder und der Steuerberaterkammer behandelt wurde.

Auch wenn ein Steuerfachangestellter das Steuerrecht beherrscht, heißt das noch lange nicht, dass er der bessere Bewerber ist. Er muss auch menschlich in mein Unternehmen passen und entsprechende Kenntnisse aus der jeweiligen Branche mitbringen. Wenn ich z. B. ein Autohaus besitze und es bewirbt sich ein Bürokaufmann, der in der Automobilbranche gelernt hat und ein Steuerfachangestellter, der in einer Kanzlei gelernt hat, dann wäre ich schön dumm, wenn ich mich für den Steuerfachangestellten entscheide. Du siehst: In der freien Wirtschaft zählen Gott sei Dank noch andere Kriterien als Kenntnisse im Steuerrecht!

In einigen wenigen kaufmännischen Branchen kann man bereits im zweiten Ausbildungsjahr auf eine Ausbildungsvergütung von monatlich 700 € netto kommen. Im Bank- und Versicherungswesen ist das nicht ausgeschlossen. Ich werde in dem Unternehmen, in dem ich meine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel beginne, sogar am Umsatz beteiligt. Nenn` mir bitte einen Steuerberater, der so etwas macht. Von anderen Lohnzusatzleistungen (vermögenswirksame Leistungen) ganz zu schweigen...

Glaub mir: Als Steuerfachangestellter ist dein beruflicher Werdegang mehr oder weniger vorgezeichnet (Steuerfachwirt, Bilanzbuchhalter, Steuerberater). Beim Bürokaufmann kommt es auf das Unternehmen an. Ein Bekannter von mir hat Bürokaufmann bei MAN gelernt. Die Ausbildung war sehr anspruchsvoll. Er hat mit dieser hervorragenden Ausbildung bislang immer eine Arbeitsstelle gefunden.

Ich habe noch folgende Fragen an dich:

1. Weshalb hast du zweimal die Kanzlei gewechselt?

2. Welche Steuerberaterkammer ist für dich zuständig?

Freue mich auf deine Antwort.

Becky Offline

Full Member

Beiträge: 48

25.06.2010 21:17
#10 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Hm, da hast du wirklich ne Menge Pech gehabt.

Keine Ahnung, warum der Schlichter der Steuerberaterkammer so blöd war. Ich denke aber mal das mit dem Einstellen von jemandem, der schonmal gegen seinen Ausbilder geklagt hat, war auf einen anderen Steuerberater bezogen, also den gleichen Berufszweig. Sowas wird halt immer unterschiedlich gehandhabt von potentiellen Ausbildern. Versich nal mit Mitte/ Ende 20 ne Ausbildungsstelle zu bekommen. Die einen haben extreme Vorbehalte, die anderen finden toll, dass du schon etwas Lebenserfahrung hast und eben kein 18jähriger Schulbagänger.

Für mich ist auch die Kammer Münster zuständig. Ich bin aber nichtmals bis zu einem Schlichtungstermin gekommen, sondern habe, nachdem auch die gute Frau von der Steuerberaterkammer von der Anwältin meines sogenannten "Ausbilders" am Telefon blöd angemacht wurde, aus wichtigem Grund gekündigt. Aber dass ich das machen kann und wie ichs am besten anstelle, was mir noch zusteht etc. hat mir die Frau von der Kammer gesagt. So konnte ich sicher sein, dass ich nicht doof da stehe und keine Steuerfachangestellte mehr werden kann. Der wichtige Grund muss ja auch als solcher anerkannt werden und nach der Probezeit kündigen ist ja nicht ganz so leicht.

Tja, weshalb habe ich 2 Mal die Kanzlei gewechselt...
Ich hab in ner GmbH angefangen. Mein Chef war nett, die Kollegen auch und ich hab was gelernt. Und dann ist der Chef, also Steuerberater der Zweigstelle, von der GmbH weggegangen. In meiner Zweigstelle gab es keinen Steuerberater mehr und somit wurden dort keine Jahresabschlüsse oder Steuererklärungen mehr gemacht. Ist auf die anderen Zweige verteilt worden.
Da ich aber nun ne gescheite Ausbildung haben wollte, in der ich auch alles beigebracht bekomme, was man als Steuerfachangestellter so können sollte, war ich dazu gezwungen zu gehen. Mein neuer "Ausbilder" (fast nur telefonisch und per Mail für mich zu erreichen) hat zu meinen Bedenken immer nur gesagt, dass sich das schon finden würde und ich mir keine Sorgen machen müsste. Konkrete Vorschläge kamen nie.
Dann hab ich mir ne neue Stelle gesucht und wollte nen Aufhebungsvertrag, der mir verweigert wurde. Wie oben geschildert, hat die Kammer da auch erst schlichten wollen, damit ich die Aufhebung erreiche, aber hat ja nicht geklappt. Da wurde ich dann auf dem anderen Weg unterstützt.

In der nächsten Kanzlei hats dann menschlich nicht wirklich gepasst. Meine Ausbilderin hat mir nicht verziehen, dass ich nicht meine Vorgängerin war oder so ähnlich. Ich wurde ständig von ihr angeschrien für kleine Fehler und bin deshalb mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Dann ist noch nen dicker Mandant gegangen und die Kanzlei und ich haben uns zum Ende meiner Probezeit getrennt.

Zum Glück habe ich wieder was bekommen und bin da glücklich. Menschlich ist es sehr schön und die Arbeit macht Spaß. Ich werde gefordert und lerne richtig was. Jetzt darf ich meine Ausbildungszeit verkürzen und habe schon das Angebot übernommen zu werden.

Deshalb kann ich zu Recht und aus Erfahrung sagen, dass ganz viel von der Kanzlei abhängt, in der man seine Ausbildung macht. Der Beruf kann einem langweilig, monoton und schrecklich erscheinen oder aber auch eben echt interessant und schön. Kommt ganz auf die Aufgaben an, die man zugeteilt bekommt und auch das übrige Umfeld.
Genauso ist es mit den Zugeständnissen des Arbeitgebers was Lohn etc. angeht. Wobei ich jetzt speziell was Lohnnebenleistungen angeht noch keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. VWL bekommt man doch eigentlich immer und Weihnachtsgeld halte ich auch nicht für unüblich.

Zitat
Auch wenn ein Steuerfachangestellter das Steuerrecht beherrscht, heißt das noch lange nicht, dass er der bessere Bewerber ist. Er muss auch menschlich in mein Unternehmen passen und entsprechende Kenntnisse aus der jeweiligen Branche mitbringen. Wenn ich z. B. ein Autohaus besitze und es bewirbt sich ein Bürokaufmann, der in der Automobilbranche gelernt hat und ein Steuerfachangestellter, der in einer Kanzlei gelernt hat, dann wäre ich schön dumm, wenn ich mich für den Steuerfachangestellten entscheide. Du siehst: In der freien Wirtschaft zählen Gott sei Dank noch andere Kriterien als Kenntnisse im Steuerrecht!


Und suche ich in meinem Autohaus jemanden für die Buchhaltung, dann ist der Steuerfachangestellte bevorzugt. Grade im Autohandel. Da hat man ja häufig mit Einfuhr, Ausfuhr, innergemeinschaftlichem Erwerb oder Differenzbesteuerung etc zu tun. Umsatzsteuertechnisch ist da eben doch einiges zu beachten und ist auch nicht immer alles soo leicht.
Oder ich suche jemanden für die Lohnbuchhaltung. Da gibts auch so nen paar Sahneschnittchen, in die man sich erst reindenken muss. Wenn nen Steuerfachangesteller kommt, der sich mit Lohn auskennt, ist das sicher schöner für den Arbeitgeber als wenn jemand noch nie/ kaum Löhne gemacht hat.

Es ist müßig darüber zu diskutieren. Mal ist man als Kaufmann mit seiner Ausbildung geeigneter für eine Stelle, mal als Steuerfachangestellter. Auch wenn man vielleicht nicht auf jede ausgeschriebene kaufmännische Stelle passt, so ist man als Steuerfachangestellter eben trotzdem sehr flexibel und muss nicht immer in nem Steuerbüro hocken, wenn man nicht will.

Denise K. Offline

Full Member

Beiträge: 42

25.06.2010 23:04
#11 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Also ich bin jetzt auch ein Jahr dabei und kann nur sagen, dass der Beruf alles andere als monoton ist. Klar habe ich bei diversen Sachen noch meine Schwierigkeiten, aber wir haben immer jemanden im Haus, den man bei Problemen ansprechen kann. Ich mache verschiedene Fibu's, die unterschiedlich anspruchsvoll sind, nebenbei habe ich mit einer anderen Angestellten die Lohnabteilung unter der Fuchtel. Ich finde, du hast sehr großes Pech gehabt mit deiner Stelle. Nicht alle AG's sind so. Mein Betrieb verlangt zwar viel an Leistung, bildet die Leute aber super aus. Unser Azubi aus dem 3. Jahr hat jetzt seine Prüfungen hinter sich und mit 96% abgeschlossen. Besser gehts nicht. Er wird ab September BWL studieren gehen, aber nebenbei kommt er weiterhin in der Kanzlei arbeiten. Das zeigt mir, dass er zufrieden mit seiner Ausbildung und dem Betrieb ist. Und bei uns verdienen die Leute nicht schlecht. Unser Chef legt lieber ein bissel mehr drauf, als dass seine guten Leute reihenweise die Kanzlei verlassen. Schwarze Schafe gibt es in jeder Berufssparte, dass kann dir als Kaufmann genauso passieren. Was die Abwechslung an sich betrifft, kann ich mich nicht beschweren. Wir haben mehr als nur einen internationalen Mandanten. Da hat man genug Abwechslung. Ich kann von daher Becky nur zustimmen.

Kaufmann Offline

Full Member

Beiträge: 27

26.06.2010 00:29
#12 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Du hast Recht: Man kann grundsätzlich nicht sagen, ob sich ein Kaufmann oder ein Steuerfachangestellter besser eignet. Es fällt mir nur immer wieder auf, dass Autohäuser von den Bewerbern auch Kenntnisse aus der KFZ-Branche verlangen. Von daher hat ein Bürokaufmann wie mein Bekannter, der bei MAN gelernt hat, sicherlich bessere Karten als ein Steuerfachangestellter. Bei anderen Arbeitgebern hat der Steuerfachangestellte hingegen die Nase vorn und kriegt den Arbeitsplatz.

Wenn euch die Ausbildung Spaß macht (und das ist die Hauptsache), ist es für euch der richtige Beruf. Ich hatte auch das Pech, dass die Kanzlei lediglich aus zwei Mitarbeitern bestand. Mein Ausbilder hat sich überhaupt nicht um mich gekümmert. Er hat mich lediglich eingestellt, weil er eine Förderung von der Arbeitsagentur erhalten hat. Das hat er bei der Schlichtung sogar zugegeben. Wenn er das Geld nicht bekommen hätte, hätte er mich überhaupt nicht eingestellt. Von daher war meine Ausbildung von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Es sind noch einige andere Dinge vorgefallen. Falls es euch interessiert, kann ich euch die auch noch gerne schildern. Wenn nur das Geld und nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, finde ich das ziemlich bedenklich.

Das Handelsunternehmen, bei dem ich am 01.08.2010 meine Ausbildung beginne, hat 15 Niederlassungen in Deutschland und ist in 22 Ländern vertreten. Insgesamt arbeiten 5.300 Menschen für die Firma. Ich werde meine Ausbildung im internationalen Bereich absolvieren. Auf diese neue Herausforderung freue ich mich, da ich mich sehr gerne mit Fremdsprachen (Englisch, Spanisch, teilweise Italienisch) beschäftige. Ich sehe in diesem Unternehmen hervorragende Perspektiven, zumal Expansionen in weitere Länder geplant sind.

Zu meinen ehemaligen Klassenkameraden werde ich auf jeden Fall weiter Kontakt haben. Außer einer, die ein Kind bekommen hat, halten auch alle durch. Wenn man ihnen jedoch eine Ausbildungsstelle in einem kaufmännischen Beruf anbieten würde, würde ein Großteil die Ausbildung zum Steuerfachangestellten sofort beenden.

Noch eine Frage an euch (mit der Bitte um eine ehrliche Antwort):

War der Steuerfachangestellte euer Traumberuf?

Denise K. Offline

Full Member

Beiträge: 42

26.06.2010 05:46
#13 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Also, da kann ich mit 90% ja sagen. Ich wollte immer in die steuerliche Richtung. Hab mich auch nur in diversen Kanzleien und bei den Finanzämtern beworben. Und durch meine vielseitige Ausbildung (Steuerrecht, Wirtschaftsprüfung, Lohn, internationales SV-recht, etc.) kann ich mich später auch in der freien Wirtschaft bewerben, wenn mir die Kanzleien nicht zusagen. Evtl. leg ich noch eine Querausbildung beim Finanzamt nach. Aber das kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich will erstmal schauen, dass ich meine Ausbildung so gut wie möglich abschließe und dann schau ich weiter.

Sintrella Offline

Junior Member

Beiträge: 19

27.06.2010 01:08
#14 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Also ich bin ja nun auch schon 25 und fange die Ausbildung dieses Jahr erst an. Aber ich wollte die Ausbildung zur Steuerfachangestellten immer machen. Direkt nach dem Abitur habe ich keine Stelle bekommen. Also hab ich mich für ein Studium entschieden. Ich studiere Wirtschaftswissenschaften, wobei Steuerrecht mein Hauptstudium bestimmt. Nun kommt durch die Ausbildung der praktische Teil dazu.

Wie hier im Forum schon erwähnt, arbeite ich im Moment schon bei meinem Ausbilder. Ist auch ein eher kleines Unternehmen. Mein Chef hat 2 Vollzeitkräfte, eine Teilzeitkraft und mich als Aushilfe (ab August als Auszubildene), aber ich fühle mich sehr gut aufgehoben.
Ich habe schon die ersten (eher einfachen) Fibus gemacht, hab im Moment meine erste einfache Steuererklärung auf dem Tisch liegen und meinen ersten eigenen Mandanten habe ich auch schon. Ich werde also schon sehr gefordert, und es macht unheimlich viel spaß.
Wenn die Ausbildung so bleibt und halt Löhne und Co noch dazu kommen, bin ich vollends zufrieden. Es ist abwechslungreich, es sind immer mal knifflige Dinge dabei, wobei ich aber auch immer nen Ansprechpartner habe.

Ich denke also schon, dass es mein Traumberuf ist, wobei ich überlege den Steuerberater zu machen...

Wirklich reich ist, wer mehr Träume in der Seele hat, als die Realität zerstören kann!

Kaufmann Offline

Full Member

Beiträge: 27

27.06.2010 10:41
#15 RE: Steuerfachangestellter: NEIN DANKE!!! Zitat · antworten

Zitat von Denise K.
Also, da kann ich mit 90% ja sagen. Ich wollte immer in die steuerliche Richtung. Hab mich auch nur in diversen Kanzleien und bei den Finanzämtern beworben. Und durch meine vielseitige Ausbildung (Steuerrecht, Wirtschaftsprüfung, Lohn, internationales SV-recht, etc.) kann ich mich später auch in der freien Wirtschaft bewerben, wenn mir die Kanzleien nicht zusagen. Evtl. leg ich noch eine Querausbildung beim Finanzamt nach. Aber das kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich will erstmal schauen, dass ich meine Ausbildung so gut wie möglich abschließe und dann schau ich weiter.



Auch wenn der erfolgreiche Abschluss deiner Ausbildung jetzt erst einmal Vorrang hat: Möchtest du wirklich noch eine Ausbildung beim Finanzamt dranhängen? Meine Nachbarin hat im Finanzamt gelernt. Sie hatte theoretischen Unterricht an der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen und die Ausbildung war insgesamt sehr schwer. Dagegen ist die Ausbildung zur Steuerfachangestellten noch leicht. Du solltest auch nicht vergessen, dass deine Bezahlung während der Ausbildung im Finanzamt noch geringer ist als deine eh schon niedrige Entlohnung beim Steuerberater. Dann würde ich mich an deiner Stelle doch besser in der freien Wirtschaft bewerben, wenn du nicht in der Kanzlei bleiben möchtest.

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